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Vogel des Jahres 2018


Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Manch einer mag sich wundern, warum nun der Star der neue Vogel des Jahres geworden ist. Abgesehen davon, dass der Star im Liedgut und in allerhand Geschichten auftaucht, steht er damit doch stellvertretend für die einst vielen Vögel, die uns in  Stadt und Land tagtäglich umgeben haben.

Foto: Nabu jutta-peter-trentz

Damit ist es leider vorbei! Auch der Star ist vom Verschwinden der Insektenwelt und damit auch der Vögel unmittelbar betroffen. Die Glanzzeiten sind auch für ihn vorbei. Früher waren Stare auch um das Haus als Brutvögel allgegenwärtig. An historischen Bauernhäusern waren früher oft ein Dutzend Starenkästen angebracht. Noch im 19. Jahrhundert wurden die Jungen der ersten Brut gerne gegessen während die zweite Brut unbehelligt ausfliegen durfte. 

Stare besetzen keine eigenen Reviere. Vielmehr mögen sie es dort zu brüten, wo sich auch andere Paare niederlassen. Es sind also sehr gesellige Vögel. Ein Starenpaar verteidigt zwar seinen Brutplatz, aber schon das weitere Umfeld wird gemeinsam zur Nahrungssuche genutzt. So ist es aber möglich, wenn man an einem Kirschenbaum einen Nistkasten anbringt, diesen Kirschbaum gegen andere Stare zu verteidigen.

Nachdem der Star im März seine Nisthöhle bezogen hat, brütet

das etwas unscheinbarere Weibchen ab Anfang April allein.  Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Jungen, die jetzt proteinreiche Insektennahrung benötigen.  Erst im Verlauf des Sommers stellen die Stare ihre Ernährung auf Früchte, Beeren und Sämereien um.  So können Fassaden mit wildem Wein gerne zur Reifezeit der Beeren von Staren besucht werden.

Das milde Stadtklima behagt den Staren gut und so können Stare inzwischen auch in der Stadt überwintern. In Stuttgart gibt es einige solcher Plätze.

Wirklich wohl fühlen sich Stare im Sommer auf Viehweiden, wo der Tierdung und die Weidetiere selbst  eine stete Quelle für eiweißreiche Insektennahrung bieten. Kühe oder Wasserbüffel sind daher oft von ganzen Schwärmen besucht.

Im Herbst kann man auch bei uns manchmal größere Schwärme sehen, die sich wochenlang immer wieder an ihren Schlafplätzen einfinden. Das können durchaus auch Baukräne oder Hochspannungsleitungen sein. In deren Umfeld führen die Vögel dann abends oft die akrobatisch anmutenden Flugmanöver im Schwarm durch. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel.

 

Was können wir für die Stare tun? Ein Star im Garten als Brutvogel bietet sehr abwechslungsreiche Beobachtungsmöglichkeiten und erfreut uns mit seinem abwechslungsreichen Gesang, der viele Spottelemente enthalten kann. Daher bitte auch unsere Stare beim Aufhängen von Nistkästen nicht vergessen! 

  
Foto: Nabu-thomas-schwarzbach

 


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