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Anlage einer Stieglitz- und Bienenwiese


Projekt „Ein Lebensraum für den Stieglitz“ im Rahmen der Bunten-Meter-Aktion des NABU

Tatort: Salier-Gemeinschaftsschule, Im Sämann 76, 71334 Waiblingen

Most wanted!: Der Stieglitz ist „der Vogel des Jahres“ 2016 und steht für die schwindenden Lebens- und Nahrungsräume in Form von wilden Brach- und Blühflächen im Siedlungs- und Agrarraum und verkörpert den zunehmenden Verlust weiterer Brutvogelarten und der Insektenwelt. Dabei ist der Stieglitz der einzige Vegetarier unter den Singvögeln, der sich nur von Pflanzensamen ernährt. Lediglich seine Küken bekommen ein paar Insekten zusätzlich zu den Samen gefüttert.

Wir sind als Kinder noch mit richtigen Blumenwiesen einheimischen Bäumen und Sträuchern und ihren Früchten aufgewachsen. Die Kinder von heute wissen schon gar nicht mehr, wie „echte wilde Natur“ aussieht, die sich selbst dynamisch entwickelt. Sie kennen nur kurzgemähte eintönige Gras(grün)flächen, Felder ohne blühende Ackerkäruter und immer öfter ökologische Todeswüsten als Gärten mit Steinschutt, Rollrasen und Kirschlorbeer. Dieser tragischen Entwicklung möchten wir entgegenwirken.

 

 

 

Beschreibung der Fläche vor der Umgestaltung: Es ist eine Rabatte vor dem südlichen Haupteingang auf dem Schulhof (15qm) mit einem einzelnen in Form geschnittenen Ahorn drauf. Die Erde war extrem verdichtet, aber mager/lehmig und mit Bauschutt-Untergrund (sandig/steinig).

Das Schulzentrum ist in den 70er Jahren entstanden. Damals wurden dort sehr dicht einfach zu pflegende Bodendecker (Cotoneaster) eingesetzt. Da sich darin sicher allerlei Ungeziefer wie Mäuse und Ratten aufhielten und man die Fläche alle paar Jahre „auf Stock“ setzte, fiel mir diese Fläche erstmals auf.

 

 

Beschreibung der Fläche während der Umgestaltung:

 

Der Boden wurde von Unkraut befreit, umgegraben und die Wurzelstöcke der vielen Bodendecker entfernt. Nach 2 Wochen Absetzen des Erdreichs wurde eine eigens zusammengestellte Wildblumenmischung von der zertifizierten Firma Rieger-Hofmann aus Blaufelden mit 2g/qm Mitte September eingesät. Die Firma ist seit 30 Jahren spezialisiert auf einheimische Saatgutvermehrung von sehr hoher Qualität mit Blumen-/Gräsermischungen für Bereiche mit verschiedensten Standortbedingungen in öffentlichen Flächen und in der freien Landschaft. Die „Bunte Saum“-Mischung enthält einjährige und mehrjährige Arten speziell für den Stieglitz bzw. Wildbiene & Co mit Zugabe der Wilden Karde (Carduus nutans) als seine Lieblingsspeise.

Die Aussaat erfolgte am 17. September 2016. An den Ahornbaum wurde ein Meisennistkasten angebracht.

 

 

Beschreibung der Fläche nach der Umgestaltung:

 

Jetzt heisst es: Geduld haben. Nach Feuchthalten der Fläche für ca. 4 Wochen konnte man die ersten Keimlinge bestaunen. Jetzt muss man im zeitigen Frühjahr schauen, wie viele „Unkräuter“ noch in der Erde gespeichert waren und diese müssen dann durch einen sogenannten „Schröpfschnitt“ verringert werden, damit die eigentlichen Wiesenblumen Licht und Luft bekommen und im ersten Standjahr die Rosetten ausbilden können. Man kann gespannt sein, ob sich auch die einjährigen Pflanzen wie Klatschmohn und Kornblume einfinden werden. Im 2. Standjahr sollten dann auch die zweijährigen Pflanzen blühen. Etwa mit Blühen der Margariten sollte eine Mahd der Fläche durchgeführt werden, um dann zu einer 2. Blüte anzuregen, die dann als Futter über den Winter stehen bleibt und sich aussamen kann.

 


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