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Vogel des Jahres 2019


Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

    Lerche mit Insekt
Foto: Peter Lindel/Nabu

Name: Lerche
Lateinischer Name: Alauda arvensis
Klasse: Vögel
Größe: 14 - 19cm
Gewicht: ?
Alter: 4 - 10 Jahre
Aussehen: artabhängig
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Insektenfresser (insektivor) / Körnerfresser (granivor)
Nahrung: Käfer, Würmer, Spinnen, Sämereien
Verbreitung: Europa, Asien und Afrika
ursprüngliche Herkunft: vermutlich Afrika
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: vorzugsweise offene Landschaften
natürliche Feinde: Fuchs, Krähe, Habicht, Sperber
Geschlechtsreife: etwa mit dem zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: April - Juni
Brutzeit: 10 - 14 Tage
Wurfgröße: 2 - 6 Eier
Sozialverhalten: Familienverband
Vom Aussterben bedroht: Nein

Die Lerchen oder Alaudidae beschreiben eine über neunzig Arten umfassende Familie innerhalb der Singvögel, die zu den Sperlingsvögeln gezählt werden. Lerchen sind in Europa, Asien und Afrika weit verbreitet, wobei ein Großteil der Arten in Afrika beheimatet ist.

Allen Lerchen sind das tarnfarbene Gefieder und ihre Eigenart, im Flug deutlich hörbar trillernd zu zwitschern, gemeinsam. Nur gelegentlich singen Lerchen auch, wenn sie am Boden oder auf einer Warte sitzen.

Lerchen sind je nach Art so groß wie Finken oder Stare, besitzen verhältnismäßig große Flügel, einen runden Körper und einen spitzen Schnabel.

Lerchen halten sich überwiegend am Boden auf und sind in offenen Landschaften wie Wiesen, Kulturland, Weideflächen und Kiesgruben anzutreffen. Durch das gesprenkelte und gestreifte Gefieder in verschiedenen Brauntönen sind die einzelnen Lerchenarten nur schwer zu unterscheiden.

In Mitteleuropa gilt die Feldlerche oder Alauda arvensis als die am weitesten verbreitete Art.

Sie wird etwa achtzehn Zentimeter groß, ihr Gefieder ist hellbraun gefärbt und mit schwarzen Streifen übersät.  Die Männchen sind deutlich größer und schwerer als die Weibchen.

Am Boden bewegt sich die Feldlerche in geduckter Körperhaltung. Wenn das Männchen in der Luft singt, kann es mit den gespreizten Schwungfedern und leichten Flügelschlägen minutenlang fast regungslos verharren.

Die Feldlerche ist in fast ganz Ost- und Nordeuropa sowie in Sibirien und in Asien bis nach Japan beheimatet.

Als Teilzieher verbringt sie die kalten Wintermonate im Mittelmeerraum und in Nordafrika. In milden Wintern bleiben sie jedoch in ihrer Heimat.

Trotz eines dramatischen Rückgang der Bestandszahlen durch Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Feldlerche und andere Lerchenarten weltweit gesehen noch immer häufig zu beobachten. Problematisch ist die Intensivierung der Landwirtschaft, die das Angebot an Nistmöglichkeiten dezimiert.


Foto: Manfred Delpho/Nabu
 

Lerchen ernähren sich im Frühling und Sommer überwiegend von Spinnen, Regenwürmern und Insekten, im Winter vegetarisch von Sämereien, Keimlingen und Blättern.

Die meisten Lerchen schließen sich zu monogamen Saisonehen zusammen, allerdings finden sich viele Paare nach dem Winter erneut. Im April legt das Weibchen in eine Bodenmulde zwischen zwei und sechs Eier, aus denen bereits nach zwei Wochen die Küken schlüpfen.

Feldlerchen brüten oft zwei oder drei Gelege pro Saison aus. Die Jungvögel sind bereits nach einem Monat selbstständig. Wenn Lerchen nicht Füchsen, Krähenvögeln, Katzen und anderen Fressfeinden zum Opfer fallen, können sie bis zu zehn Jahre alt werden.

 


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