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Das Projekt Wiedehopf-Wiederansiedelung :     
 

Was verbirgt sich dahinter? Ist doch der Wiedehopf seit vielen Jahren im Remstal ausgestorben und nur noch gelegentlich während des Durchzugs zu beobachten.

Nun, gerade dieser Umstand hat uns dazu veranlasst, mit Spezialisten im Kaiserstuhl in Verbindung zu treten, die erst seit wenigen Jahren ein vorbildliches Artenschutzprojekt zugunsten des Wiedehopfs aufgelegt haben.

Mit künstlichen Nisthöhlen, die insbesondere in Weinberghäuschen in der dortigen Rebflur, aber
auch in Mauern und Streuobstwiesen plaziert wurden, sind dort ganz unerwartete
Erfolge eingetreten.

Allein im Jahr 2005 wurden dort schon über 200 junge Hopfe
beringt. Die dortigen Kollegen haben uns Mut gemacht und auch uns gute Erfolge
vorhergesagt. Nicht zuletzt deshalb, weil der Wiedehopf zu früheren Zeiten im
Remstal ein überall verbreiteter Vogel war.

Der Wiedehopf hatte im 19. Jahrhundert im Remstal einen Verbreitungsschwerpunkt,
sodass doch Hoffnung besteht, diesen sehr attraktiven Vogel wieder heimisch zu
machen.

Natürlich haben sich die Lebensbedingungen für den Wiedehopf seit damals stark
verändert.
Daher ist er ja hier ausgestorben. Andererseits verbessern sich seit
geraumer Zeit die Bedingungen wieder. Weinberge in Steillagen fallen teilweise
brach oder werden weniger intensiv bewirtschaftet.

Auch in den Streuobstwiesen sind teilweise in bestimmten Lagen Tendenzen
zum Brachfallen zu beobachten. Der
Gifteinsatz geht insgesamt zurück oder wird qualifizierter eingesetzt.

Die Wiederansiedlung sollte deshalb versucht werden. Das kann in geeigneten
Weinbergslandschaften oder in Streuobstwiesen gelingen.

Zu Beginn der 90-er Jahre wurde an der Straße von Stetten nach Esslingen noch
ein futterzutragender Hopf von einem aktiven Mitglied unserer Ortsgruppe beobachtet.

Vom Kaiserstuhl wissen wir,dass sich einzeln lebende Brutpaare ganz außerordentlich
heimlich verhalten und
praktisch überhaupt nicht rufen.
Die Wahrnehmung wird dadurch sehr erschwert, obwohl dieser Vogel vermeintlich sehr auffällig ist.

Mit ein wichtiger Grund für das Ausbleiben des Wiedehopfs liegt in den fehlenden
Nistmöglichkeiten. Große Höhlungen in Obstbäumen sind gegenüber früheren Zeitendeutlich seltener geworden.

Der Zustand geeigneter Gebäude ist heute deutlich besser als zu den Zeiten weiterer
Verbreitung des Wiedehopfs.

Daher gilt es, diese Nistmöglichkeiten wieder künstlich zu schaffen.
In geeigneten Streuobstwiesen oder Wengerthäuschen werden
diese Nistkästen ausgebracht.

Die ersten Nistkästen sind installiert und wir werden dies systematisch weiter ausbauen.


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